20 Secret Facts über Brot

 

 

Ein Tag ohne Brot ist lang, besagt ein russisches Sprichwort. Brot ist für Menschen weltweit ein unverzichtbares Grundnahrungsmittel. Ihm wohnt eine große symbolische bzw. spirituelle Bedeutung inne und so gilt Brot bei vielen Ackerbau treibenden Völkern auch heute noch als heilig. Auch bei uns in Deutschland ist der ofengebackene Teig nicht vom Esstisch weg zu denken. Lesen Sie 20 Secret Facts über des Deutschen liebste Backware.

 

Brot-Historie


Im alten Ägypten war Brot so wichtig, dass es sowohl als Grundnahrungsmittel als auch als Naturalwährung und Opfergabe benutzt wurde.
Bereits 2500 v. Chr. backten die alten Griechen mehr als 80 verschiedene Brotsorten.


 

Brot-Legende


Nach einer weitverbreiteten Legende gab niemand Geringeres als Napoléon Bonaparte einem typisch deutschen Brot seinen Namen, als er Brot für sein Pferd Nicole orderte. „Pain pour Nicole“ forderte er, was sich für die deutschen Ohren wie „Pumpernickel“ anhörte, dem dunklen Vollkornbrot aus Roggenschrot.
Schöne Geschichte – oft zitiert, aber leider schon als falsch widerlegt, da die Bezeichnung erwiesenermaßen bereits vor Lebzeiten Napoléons in einem Wörterbuch der hochdeutschen Mundart auftauchte.


 

Brot-Wort


Das Wort Brot leitet sich vom germanischen Wort „brauda“ ab, was so viel wie „Gegorenes“ heißt. Dies bezieht sich auf die Gärung des warmen Sauerteiges.


 

Brot(anschnitt)-Thesaurus


Für den Anschnitt des Brotes gibt es im Deutschen die verschiedensten Bezeichnungen: Knerzel, Knust, Mürgel, Scherzerl, Riebel, Knörzla, Knäppchen, Ranfl, Kanten, Knäusperle.


 

Brot-Rituale


Brot und Salz sind als symbolhaftes Geschenk in vielen Ländern ein Brauch, der bei unterschiedlichen Gelegenheiten gepflegt wird. Anlässe sind unter anderem der Besuch von willkommenen Gästen, der Einzug in eine neue Wohnung oder der Eintritt in den Ehestand.


 

Brot-Vielfalt


Deutschland ist weltweit das Land mit den meisten Brotsorten. Laut des Brotregisters des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks bieten die deutschen Bäcker an die 3.200 verschiedene Brotspezialitäten an. Im Jahr 2014 wurde die Deutsche Brotkultur deshalb durch die nationale UNESCO-Kommission in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.


 

Brot-Hunger


90 Prozent aller Deutschen essen täglich Brot. Rund 85 kg Backwaren verzehrte jeder Bundesbürger pro Jahr, teilt der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) mit. Deutschland sei damit in der Europäischen Union Spitzenreiter. Auf den Tag umgerechnet verzehrt nach RLV-Angaben jeder Durchschnittsbürger gut 230 g Backwaren, das könnten z.B. drei Scheiben Brot, ein Brötchen und ein Stück Kleingebäck sein.


 

Brotkorb


Der Brotkorb der Deutschen bestand 2016 zu 31,5 % aus Mischbrot, zu 20,8 % aus Toastbrot, zu 15,9 % aus Brot mit Körnern und Saaten und zu 10,3 % aus Vollkorn- und Schwarzbroten.


 

Brotpreis


Der Weizenerzeugerpreis liegt nach RLV-Angaben fast um ein Drittel unter dem Niveau von 1950. Er mache heute nur noch 4 % des Brotpreises aus. Demgegenüber waren es 1950 entsprechend noch zwei Drittel des Brotpreises.


 

Brotkruste


Wissenschaftler der Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie in Garching bei München haben in der Brotkruste besonders viele Antioxidantien gefunden. Diese schützen die Backwaren vor Schimmel – und unsere Zellen vor Umweltgiften.

 

Schimmelbrot


Mit Schimmel am Brot ist nicht zu spaßen, denn die Stoffwechselprodukte der Schimmelpilze sind giftig und können die Leber schädigen. Die Pilze breiten sich mit ihrem dichten Fadengeflecht nahezu schon im ganzen Brot aus, bevor man sie überhaupt als weißlich-grüne Stellen wahrnimmt. Also gleich weg mit dem ganzen Brot, wenn was zu sehen ist.


 

Brot-Lagerung


Ganze Brote sind haltbarer als geschnittene Scheiben, die vom Schimmel viel leichter besiedelt werden. Vorbeugend sollten Sie Brote trocken, nie in Plastikfolie eingewickelt und am besten in Brotboxen, Keramikdosen oder trockenen Schubfächern lagern. Werden diese dann noch regelmäßig mit Essig oder einem anderen Desinfektionsmittel gereinigt, haben die Pilze kaum mehr eine Chance.


 

Brotmehl


Mehl wird nach Mineralstoffgehalt eingeteilt. Das gebräuchlichste Mehl im Haushalt ist Weizenmehl Typ 405. Je höher die Zahl, umso mehr Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe sind im Mehl.


 

Brotfarbe


Dunkel ist gleich gesund? Leider nicht immer. Der Vollkornanteil entscheidet darüber, wie gesund ein Brot ist, und ballast- und nährstoffreiches Vollkornbrot ist in der Tat dunkel. Aber oft wird helles Brot einfach mit Malz oder Zuckerrübensirup eingefärbt und sieht dann einem Vollkornbrot zum Verwechseln ähnlich. Auch die Bezeichnung „volles Korn“ will zusammen mit der dunklen Farbe nur „gesund“ vortäuschen. Überprüfen lässt sich dies am besten über die Liste der Inhaltstoffe.


 

Bäckerdutzend


Im Mittelalter entstandene Gesetze sahen je nach Region drastische Strafen auf das Nicht-Einhalten von Mindestgrößen und -gewichten vor. Daraus entstand vermutlich der Begriff des Bäckerdutzend, bei dem Bäcker für ein Dutzend verlangter Teile sicherheitshalber 13 Teile einpackten. Sollte eine einzelne Ware kleiner als vorgeschrieben ausfallen oder sich der Bäcker beim Abpacken zu Ungunsten des Kunden verzählen, erhielt der Kunde so in Summe immer noch eine mindestens 12 Teilen entsprechende Menge der Ware und der Bäcker konnte der drohenden Strafe entgehen.


 

Dosenbrot


Durch die Vakuum-Verpackung ist Dosenbrot extrem haltbar und auch nach 60 Jahren noch immer essbar.


 

Goliath-Brot


Das längste Brot der Welt ist 74 Meter lang, 57 Zentimeter breit, wog knapp eine Tonne und reichte als Frühstück für 6.000 Menschen.


 

Methusalem-Brot


Das älteste Brot, das Archäologen bisher fanden, ist rund 5.500 Jahre alt und stammt aus der Schweiz.


 

Gold-Brot


Das teuerste Brot der Welt backt der spanische Bäcker Juan Manuel Moreno.
Für den exklusiven, etwa 400 Gramm schweren Laib verarbeitet er sowohl im als auch auf dem Brot geschmacksneutrales, funkelndes Blattgold und bietet es anschließend für rund 120 Euro an.


 

Heiliges Brot


Die 52-jährige Hausfrau Diana Duyser meinte, auf der geschmolzenen Oberfläche ihres Käsetoastes das Antlitz der Jungfrau Maria zu erkennen. Sie bot die „Reliquie“ über eBay an und konnte sie für sagenhafte 28.000 Dollar an jemanden versteigern, der das genauso sah. AG