Aktiver Einbruchschutz: Sicher daheim

 

 

 

 

 

Tipps vom Fachmann

Zu dem Thema Einbau von Alarmanlagen führte das Oberneuland Magazin ein Gespräch mit Hans Junge, Spezialist für den Einbau von Alarmanlagen und Inhaber des Fachbetriebes H.-H. Junge, Elektrotechnik und Alarmanlagen aus Oberneuland, der ABUS-Kompetenzpartner ist.

 

Früher war der Einbau und der Betrieb einer Alarmanlage sehr aufwendig und teuer. Ist das auch heute noch so?

Nein, mit dem Wandel der Kommunikationstechnik ist der Einbau einer qualitativ guten Anlage recht schnell erledigt. Auch beispielsweise das Aufschlitzen der Wände zum Anbringen der Fenstersicherungen muss heute nicht mehr sein. Da gibt es ganz andere Lösungen, wie eine Verbindung per Funk. Die Steuerung der Anlage geschieht meist über eine Zentrale im Objekt oder viele Kunden nutzen auch bereits ihr Smartphone als mobiles Steuerungsgerät.

 

Bedeutet das, dass ich ohne ein Smartphone eine solche Anlage nicht nutzen kann?

Nein, natürlich nicht. Alle Kunden, die nicht über dieses Kommunikationsmittel verfügen, können einfach und sehr leicht verständlich ihre Alarmanlage scharf schalten – wenn sie das Haus oder die Wohnung verlassen.

 

Raten Sie auch Mietern von Wohnungen oder Häusern diese zu schützen, oder halten Sie einen solchen Schutz nur für die eigene Immobilie für sinnvoll?

Da die Täter leider immer professioneller werden, rate ich jedem, der schützenswertes Gut zu Hause hat, den Einbau einer solchen Anlage. Und lassen wir mal den materiellen Aspekt beiseite – eine durchwühlte Wohnung oder Haus bewerten viele Einbruchsopfer als mindestens so nachhaltig. Nicht wenige Opfer sind anschließend traumatisiert.

 

Können Sie kurz die verschiedenen Komponenten einer Sicherung erläutern?

Das ist bei der Vielzahl der Angebote seriös fast nicht möglich. Jedoch kann ich aus meiner Erfahrung sagen, dass in den meisten Fällen eine Absicherung der Außenhaut – also der Fenster und Türen – installiert wird. Damit ist sichergestellt, dass bei einem gewaltsamen Öffnen der Alarm ausgelöst wird. Diese Sicherung kann man auch vornehmen, wenn man selbst zu Hause ist – also beispielsweise in der Nacht.

Zusätzlich wird oftmals eine Absicherung des Gebäudeinneren mittels Bewegungsmeldern eingebaut. Dieser zweite Schutzmechanismus greift dann, wenn niemand mehr im Haus sein sollte, ein Einbrecher sich aber doch den Weg hinein gesucht hat.

 

Wie lange dauert die Installation einer solchen Sicherung?

Wenige Stunden – das ist natürlich abhängig von der Größe des Objektes und der ausgewählten Anlage. Aber verglichen mit dem Stress, den man nach einem Einbruch hat – denken Sie nur an die Behördengänge oder die Korrespondenz mit der Versicherung – dann ist der Einbau einer Alarmanlage ein „Klacks“. 

CB, Foto: Abus

Den gesamten Artikel finden Sie in der Ausgabe Oberneuland Magazin 11/2017.