Heiß auf Eis!

 

Endlich ist er da, der Sommer! Bei Jung und Alt gleichermaßen beliebt ist nun eine kühle Erfrischung, die die Laune steigen lässt: leckeres Eis!

Doch Eis ist nicht gleich Eis – schließlich gibt es etliche Variationen, wie etwa Milcheis, Eiscreme, Sorbet oder Fruchteis, die sich durch jeweils unterschiedliche Bestandteile voneinander abgrenzen. Und es gibt unzählige Sorten – von klassisch bis experimentierfreudig. Doch woher kommt eigentlich die geniale Idee zum eiskalten Genuss? Seit wann gibt es Eis und wer hat es erfunden?

Das Speiseeis wurde im alten China erfunden. Bereits vor rund 3.000 Jahren ließen sich die chinesischen Herrscher tief in der Erde gelegene mit Holz verkleidete Eislager anlegen, in denen Schnee oder Natureis gelagert wurde. Es wurde im Sommer zur Kühlung von Getränken verwendet.

400 v. Chr. kannte man Eis als Genussmittel auch in Europa; von Hippokrates ist bekannt, dass er Eis als schmerzstillendes Mittel bei Entzündungen, Schwellungen und Bauchschmerzen verschrieb. Alexander der Große motivierte seine Armeeoffiziere um 350 v. Chr. mit Gletschereis oder Gipfelschnee, die mit Milch, Honig, Fruchtsaft oder Wein vermischt waren, zu militärischenGlanzleistungen. Auch im Mittelalter waren Schnee-Fruchtmischungen („Scherbet“) äußerst beliebt, deren Rezepturen die Kreuzfahrer aus dem Orient mitbrachten.In den folgenden Jahrhunderten trugen Persönlichkeiten, wie etwa Marco Polo oder Katharina von Medici, zu einer weiteren Verbreitung des Speiseeises in Europa bei. Erfindungen wie das Salpetersalz, womit erstmals Kälte künstlich erzeugt werden konnte, oder die erste, handbetriebene Eismaschine von Nancy Johnson (1843) machten es immer leichter, Eis herzustellen.

Ab Anfang des 20. Jahrhunderts sorgten italienische Eishersteller für den endgültigen Durchbruch von Speiseeis. Die weltweite Verbreitung erreichte auch Deutschland, wo die „Italienische Eisdiele“ ab den 1960er Jahren einschlug wie eine (Eis)Bombe und bis heute einer der Lieblingsorte bei hochsommerlichen Temperaturen ist.

 

Und wo gibt es in Bremen und umzu das beste Eis? 

Da gehen die Meinungen weit auseinander, zumal jeder seinen eigenen Geschmack hat. Fest steht, dass die hiesige „Eisszene“ einiges zu bieten hat. Wir haben für Sie die Eisdielen getestet und jede Kugel zwischen Wilstedt und der Bremer Neustadt genossen. Echt lecker! 

 

Snuten lekker, BIOeis by Kaemena

Die Eisdiele der Familie Kaemena im Blockland ist eine wirkliche Diele, denn bis zum Umbau 2005 waren in diesem Betriebsgebäude Kühe untergebracht. Heute wird hier die Biomilch des Hofes zu leckerem Bio-Eis verarbeitet und den Gästen zum Verzehr angeboten. Für das „Snuten lekker” werden ausschließlich natürliche Zutaten verarbeitet, mit dem Verzicht auf Farbstoffe, Geschmacks-verstärker oder Konservierungsstoffe!!

Blocklander Eisdiele, 

Niederblockland 6, 28357 Bremen, 

Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 11 - 18 Uhr

 

 

Milchkontor Wilstedt

Auch hier kommt das Eis von der Diele und wird aus der Milch der eigenen Kühe produziert. Neben den Klassikern werden immer neue und außergewöhnliche Eissorten kreiert. Absolut zu empfehlen: Kaff-Ca! Eine Komposition aus Schokolade, Kaffee und Cassis. Im Eiscafé, mit Wintergarten, Terrasse und Spielplatz für die Kleinen, werden neben dem Eis auch leckere Kaffeespezialitäten und Kuchen angeboten. Garteninteressierte dürfen gerne durch den angrenzenden Garten schlendern und einen Blick auf die friedlich weidenden Kühe auf dem Lohberg werfen.

Milchkontor Wilstedt, Am Löhberg 2, 27412 Wilstedt

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 14 bis 18 Uhr; 

Samstag, Sonntag und Feiertag 12 bis 18 Uhr

 

 

Eis Molin

Seit 1953 ist das Familienunternehmen in Bremen ansässig. Die jetzigen Betreiber, Michele Favaretto und Ivonne Bortolot, verwöhnen die Eisfans nicht nur in Oberneuland und Schwachhausen, sondern auch in Gröpelingen. Naschkatzen haben bei Eis Molin die Wahl zwischen 40 verschiedenen Sorten, darunter auch Eis für Diabetiker. Absolutes Muss: das Spaghetti-Eis!

Eis Molin, Rockwinkeler Heerstraße 14, 28355 Bremen

Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 11 bis 22 Uhr

 

Eiscafé Dolomiti

Das Eiscafé der Familie Gari, die aus Treviso bei Venedig stammt, liegt mitten im Zentrum des Künstlerortes Worpswede und ist ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. Bei trockenem Wetter lädt eine geschützte Terrasse, die in diesem Jahr zu einer überdachten Lounge mit 56 Plätzen ausgebaut wurde, zum Bleiben ein.

Eiscafé Dolomiti, Hembergstr. 21, 27726 Worpswede

Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 11 bis 22 Uhr

 

Café e Gelato

Das Eis-Café liegt in Borgfeld, ein weiteres in Schwachhausen, in der Emmastraße.

Hier werden die Gäste mit leckeren Eis-Gerichten (aus frischen BIO-MILCHPRODUKTEN der Hofmolkerei Dehlwes) sowie verschiedenen heißen und kalten Getränken und köstlichen Waffeln für den kleinen Hunger zwischendurch verwöhnt.

Café e Gelato, Borgfelder Heerstraße 39, 28357 Bremen

Öffnungszeiten: jeden Tag von 10 bis 21.30 Uhr

 

 

Gelateria Tiziano

Leckeres Eis in der Neustadt genießen. Die Eisdiele liegt in der Pappelstraße, nur ein paar Häuser weiter betreibt Paolo Lotto ein Ristorante & Pizzeria mit gleichem Namen. Hervorragend ist nicht nur das Eis aus eigener Herstellung, sondern auch die knusprigen Waffeln mit unterschiedlichen Streuseln.

Gelateria Tiziano, Pappelstraße 90/92, 28199 Bremen

Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 23 Uhr

 

 

Eislabor Bremen

Wie es der Name schon ahnen lässt – hier wird gerne experimentiert! In der Eisdiele im Ortsteil Hulsberg findet man ein breites Angebot an Geschmacksrichtungen, die ständig variieren undnatürlich im eigenen Eislabor gefertigt werden. Wer gerne außergewöhnliche Kreationen probiert, kann z.B. Erdbeere mit Basilikum oder Himbeere mit Lakritze wählen. Aber neben den „anderen“ Eissorten gibt es natürlich auch die „normalen“ sowie ein großes Angebot an laktosefreien sowie veganen Sorten.

Eislabor, Am Schwarzen Meer 152, 28205 Bremen

Öffnungszeiten: täglich von 11 bis 20 Uhr

 

 

Café Lindenlaub

In Quelkhorn gibt es neben den Eisbechern natürlich auch das Eis „auf die Hand“, gerne auf der langen Bank direkt vor dem Café. Und dabei kann jeder 

einen Blick durch die großen Glasscheiben in die Eisküche werfen. Bei Carsten Elfers wird traditionell handwerkliches Speiseeis hergestellt, unter Verzicht auf künstliche Farbstoffe und Hilfsmittel. Im Eiscafé gibt es auch veganes und glutenfreies Eis und Fruchteis, das zu 50% aus Früchten besteht.

Café Lindenlaub (Hauptgeschäft), Wilhelmshauser Str. 2, 28870 Quelkhorn

Öffnungszeiten: jeden Tag von 12 bis 21 Uhr

Außer-Haus-Verkauf an den Wochenenden 

auch in der Landstraße 18, 28870 Fischerhude.

 

 

Cercenà

Die 40 besten Eismacher Deutschlands wurden 2015 im Feinschmecker-Magazin gelistet – und Cercenà ist der einzige aus Bremen, den die Tester benannt haben. Roberto Cercenà mag’s klassisch. Experimentiert hat er in den 1990er Jahren. Aber heute stellt er wieder Sorten her, die nicht nach einem Mix aus Früchten oder Aromen schmecken, sondern nach einer einzigen Frucht. Im Feinschmecker werden explizit die Sorten Blutorange und Joghurt-Rhabarber für „großartig“ befunden. Cercenà stellt es in Hemelingen her, ein zweites Eiscafé betreibt er in der Hemmstraße in 

Findorff.

Cercenà, Schlengstraße 2, 28309 Bremen, 

Öffnungszeiten: jeden Tag von 9.30 bis 22 Uhr