Oberneuland ist Brotland

 

 

Es gibt Fladenbrot, Knäckebrot, Roggen-Mischbrot, Toastbrot, Vollkornbrot,  Weißbrot ­–­ und dies sind nur die bekanntesten Brot-sorten. Vor rund 30.000 Jahren soll eine Art Urbrot in den Speiseplan der Menschen nördlich der Alpen gelangt sein, heute ist das deutsche Brot UNESCO-Kulturerbe.

 

Kaum ein Lebensmittel gehört so gleichzeitig zum Alltag und auf die Liste der Verbannung. Obwohl so manche Diät es als ungeeignetes Nahrungsmittel propagiert, das dick mache, strafen die Adipositas-Tabellen diese Theorie Lügen.

Ganze Heerscharen von Wissenschaftlern beschäftigen sich damit, welches Mehl für ein „gesünderes“ Brot sorge. Gerade erst beschäftigte sich das israelische Weizmann-Institut mit der Frage, ob Weißbrot oder Vollkornbrot gesünder sei. Das Ergebnis der Studie ist ebenso frustrierend wie wegweisend: Es ist egal. 

Weder dem Weißbrot noch dem Vollkornbrot kann der Studie zufolge der Vorzug gegeben werden – bei allen Teilnehmern zeigten die Blutwerte keine signifikanten Abweichungen. In der zweiten Runde wurde festgestellt, dass bei einem Teil der Probanden der Blutzucker schneller anstieg als bei den anderen – allerdings galt Selbiges für die Vollkornbrot-Fraktion. So kamen die Wissenschaftler zum Schluss, dass man Lebensmittel wahrscheinlich nicht unbedingt in gesund und ungesund unterteilen könne, sondern, dass Menschen unterschiedlich auf Lebensmittel reagieren.

In Deutschland soll es rund 3.291 verschiedene Brotspezialitäten geben. Das Deutsche Brotinstitut sammelt und veröffentlicht diese auf seiner Homepage. Doch schon die anfangs genannten sechs Varianten reichen schon für eine abwechslungsreiche Brotzeit. In Oberneuland schieben immer mehr Einwohner ihr eigenes Brot in den Ofen – einige haben uns ihre Rezepte verraten – auch wenn diese vielleicht nicht auf der offiziellen Liste stehen.  AS