Oberneulander Storchentagebuch September

 

 

Mitte August startete das Oberneulander Storchenjunge seine Reise in südliche Gefilde. Anfang September sind die beiden Altvögel jeden Abend wieder am Nest, tags-über sind sie auf Nahrungssuche. Jürgen Drewes geht aber davon aus, dass der Abflug der Senioren – übrigens angekündigt mit lautem Schnabelgeklapper – nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Das Besondere in diesem Storchenjahr war, dass Brut und Aufzucht reibungslos verliefen. „Alles passte zeitlich perfekt zu den Witterungsverhältnissen“, erinnert sich Drewes. Eine Periode schlechten Wetters fiel gerade in die Zeit der Brut, sodass das Gelege geschützt blieb. Acht bis zehn Tage nach dem Schlüpfen, eine weitere kritische Zeit, war es trocken. „Wir haben die Störche in den vergangenen Jahren mehr leiden sehen“, so Storchenvater Drewes. Es war ein recht harmonisches Storchenjahr ohne Attacken von Fremdstörchen. Einziger Wermutstropfen in dem ansonsten unkomplizierten Storchenjahr war der Verlust eines Jungtiers.

Schon im vierten Jahr in Folge ist das Oberneulander Nest besetzt. Wenn beide Störche Ende Februar wieder gesund und munter zurückkehren, werden sie ein bestens präpariertes Nest vorfinden. Denn die beiden Storchenväter Jürgen Lohmann und Jürgen Drewes werden beim Nestputz rechtzeitig aufräumen und ausbessern, was Storch und Winter angerichtet haben. SvD