Wie guckt der Sommer?

 

Sommer besticht durch klare Luft und leuchtend-reine Farben. Aber auch sternenklare Sommernächte, das weiche Licht von warmen Spätnachmittagen und romantische Sonnenuntergänge gehören zur Sommeroptik. Das helle Licht kann schon mal zu viel des Guten für unsere Augen sein. Dann hilft nur eines: Sonnenbrille auf und der Blick durch getönte Gläser. Besonders orange-getönte Gläser lassen alles Grüne noch satter wirken. Und so findet automatisch ein facial feed-back von bebrillter Nase in Richtung Hirn statt: Gesicht gen Sonne halten, tief durchatmen und tiefenentspannt Energie tanken.

 

Die richtige Sonnenbrille

Eine schicke Sonnenbrille gehört für die meisten Menschen zum Sommer wie Shorts und Flipflops. Dabei ist sie mehr als nur ein modisches Accessoire: Sie schützt die Augen vor grellem Sonnenlicht und schädlicher UV-Strahlung. Die Auswahlkriterien beim Kauf einer Sonnenbrille sind allerdings sehr umfangreich geworden. Lesen Sie, was Sie beim Kauf beachten sollten.

 

Selbstschutz reicht nicht immer

Zwar kann das gesunde Auge über Hornhaut und Linse selbst circa 98,5 Prozent des UV-Lichts filtern, ungefähr 1,5 Prozent dringen aber trotz natürlichem Lichtschutz ins Auge und treffen auf die empfindliche Netzhaut. Bei zu intensiver Bestrahlung kann es zu einer Bindehautentzündung kommen. Die Augen sind dann gereizt und brennen. Außerdem nimmt man an, dass der Graue Star, also die Linsentrübung im Alter, durch zu viel Sonneneinstrahlung ausgelöst werden kann.

 

 

Blendschutz

Sonnenbrillen reduzieren das sichtbare Licht durch die Tönung ihrer Gläser und schützen damit vor Helligkeit und Blendung. Die Blendschutzkategorie gibt an, wie stark die Brille getönt ist. Vor dem Kauf einer neuen Sonnenbrille sollten Sie sich überlegen, für welche Gelegenheiten Sie sie benutzen möchten: Für den alltäglichen Gebrauch genügt in unseren Breiten eine Brille der Blendschutzkategorie zwei oder drei. Wer mit der Brille ins Hochgebirge oder zum Segeln möchte, sollte eine Sportbrille mit der höchsten Kategorie vier wählen. Beachten Sie jedoch, dass diese dann für den Straßenverkehr ungeeignet ist, da sie nur noch drei bis acht Prozent Licht ans Auge lassen. Eine Besonderheit in Sachen Blendschutz sind selbsttönende Brillen. Diese „phototropen“ Gläser sind mit einer sehr dünnen Spezialbeschichtung versehen. Je mehr UV-Licht auf das Glas trifft, desto stärker tönt sich die Sonnenbrille. So hat man immer den optimalen Blendschutz. Der Nachteil: Hinter Glasscheiben, wie beispielsweise im Auto, funktioniert dieser Effekt kaum – hier fehlt der nötige UV-Reiz. Außerdem „ermüdet“ die Brille nach ungefähr drei Jahren: Der Aufhellungsprozess läuft dann deutlich langsamer ab.

 

Glasfarbe

Die Farbe, in der die Gläser getönt sind, ist Geschmackssache: Grau ist farbneutral. Die klassische braune Einfärbung bewirkt nur eine leichte Farbverfälschung und bietet einen Schutz vor blauem Licht. Grün gefärbte Gläser sind ebenfalls nur leicht farbverfälschend und verstärken grüne Farben (Pflanzen). Gelbe Gläser wirken Kontrast erhöhend und so gut für Sport im Freien geeignet, sind allerdings wegen ihrer farbverfälschenden Eigenschaften im Straßenverkehr nicht optimal. Blau, rot und violett gefärbte Gläser sind Modeartikel und hinsichtlich der Schutzwirkung von Fall zu Fall mit dem Optiker abzuklären.