Wirtschaft in Oberneuland

Oberneuland ist geprägt von einer gewachsenen Wirtschaftsstruktur. Große Gewerbe- oder gar Industriegebiete gibt es nicht. Stattdessen dominieren klein- und mittelständische Betriebe, die sich im Ortsteil entwickelt haben. Eine wichtige Rolle spielt dabei traditionell das Handwerk, das insbesondere in so genannten Mischgebieten angesiedelt ist, in deren Umfeld also auch Wohnhäuser stehen. Die Betriebe sind somit weitgehend in den Ortsteil integriert. Allerdings stoßen einige von ihnen dort mittlerweile an ihre Grenzen. Vor diesem Hintergrund gibt es Planungen, auf dem früheren Bahnhofsgelände ein Gewerbegebiet einzurichten.

Der Einzelhandel, mit Angeboten auch für den gehobenen Bedarf, konzentriert sich auf zwei Standorte: die Mühlenfeldstraße und die Apfelallee. Dabei soll es auch bleiben, betonen die Stadtplaner. Nach wie vor ist geplant, das alte Oberneulander Zentrum an der Mühlenfeldstraße aufzuwerten. Diese Maßnahme ist allerdings eng gekoppelt an den Bau einer Bahnunterführung. Einige Dienstleister haben sich im Büropark Oberneuland niedergelassen. Des Weiteren wird überlegt, einen Teil des Areals für Wohnbebauung herzurichten.

Obwohl Oberneuland in den vergangenen Jahren erheblich gewachsen ist, hat der Ortsteil seinen dörflichen Charakter vielerorts bewahrt. Auch deshalb ist die Landwirtschaft nach wie vor ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor, wobei einige Bauern die Bürger über Hofläden mit heimischen Produkten versorgen. Bezüglich der Infrastruktur ist Oberneuland über den Autobahnanschluss Bremen-Vahr (A 27), mehrere wichtige Verbindungsstraßen und den Bahnhof Oberneuland, der auch mit Blick auf das geplante S-Bahn-Netz eine wichtige Rolle spielt, gut an das regionale und überregionale Verkehrsnetz angebunden. Nicht nur für die Betriebe, auch für viele Bürger ist dies neben dem Miteinander von Wirtschaft und Bevölkerung ein wichtiger Standortfaktor. Oberneuland liegt zwar am Stadtrand, ist aber gleichwohl mittendrin.